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Zahlenkolonnen auf einem Blatt Papier

Die Medizinischen Dienste in Zahlen

Die MDK-Gemeinschaft und wesentliche Akteure des Gesundheitswesens

Die Aufgaben des Medizinischen Dienstes sind breit gefächert. Unter anderem prüfen die Medizinischen Dienste die Qualität von ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen, nehmen die DRG-Kodierung von Krankenhäusern unter die Lupe oder beraten die Kassen wenn es darum geht zu entscheiden, ob und welche Leistung für einen Versicherten in Frage kommt, wie zum Beispiel eine Pflegeleistung oder eine Kur. Tabelle 1 zeigt ausgewählte Daten über den MDK und wesentliche - mit der MDK-Tätigkeit verbundene -Institutionen bzw. Akteure im Gesundheitswesen.

Tabelle 1: Strukturdaten Gesundheitswesen
Akteure (Stand, Quelle)  Anzahl  in Prozent 
MDK (2016, MDS)  15  100 
MDK-Beratungsstellen (2016, MDS)  135  100 
Gesetzliche Krankenkassen (Januar 2016, BMG KM 1)  118  100 
Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung
(Januar 2016, BMG KM 1) 
70.898.082  100 
Versicherte der Sozialen Pflegeversicherung
(Januar 2016, BMG KM 1) 
70.896.182  100 
Vertragsärztliche / psychol.-psychotherap. Einrichtungen (Einzelpraxen, Berufsausübungsgemeinschaften, Med. Versorgungszentren) (31.12.2015, KBV)  102.208  100 
Ärzte / Psychotherapeuten (m/w) in vertragsärztlichen Einrichtungen (Einzelpraxen, Berufsausübungsgemeinschaften, MVZ) (31.12.2015, KBV)  157.720  100 
Niedergelassene Zahnärzte (2014, BZÄK)  53.176  100 
Krankenhäuser (31.12.2015, Statistisches Bundesamt)  1.956  100 
Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
(31.12.2015, Statistisches Bundesamt) 
1.152  100 
Zugelassene stationäre Pflegeeinrichtungen
(15.12.2015, Stat. Bundesamt) 
13.596   
Zugelassene ambulante Pflegedienste
(15.12.2015, Stat. Bundesamt) 
13.323   

 

Das Personal der Medizinischen Dienste

Die Medizinischen Dienste beschäftigten Ende 2014 8.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rechnet man Teilzeitstellen in Vollstellen um, ergeben sich 7.500 Vollstellen.

Tabelle 2: Personal der Medizinischen Dienste Ende 2014
Personal  Anzahl
Mitarbeiter 
Anzahl
Vollstellen 
Vollstellen
in Prozent 
Gesamt  8.406  7.540  100,0 
davon       
Ärzte/Ärztinnen  2.204  2.003  26,6 
Pflegefachkräfte  2.528  2.294  30,4 
Nichtärztliches Personal in Heil- und Gesundheitsberufen  58  55  0,7 
Kodierassistenz  297  278  3,7 
Assistenzpersonal im medizinischen / pflegerischen Bereich  2.586  2.244  29,8 
Verwaltungspersonal  672  623  8,3 
Personal der Wirtschaftsdienste  61  43  0,6 

 

Leistungen der MDK für die Krankenversicherung

Zu den Aufgaben des MDK für die Krankenkassen gehört es, versichertenbezogene Fragen im Einzelfall zu klären und die Krankenversicherung in Fragen von grundsätzlicher Bedeutung zu beraten. Das Prozedere zwischen Krankenkassen und MDK sieht vor, dass Fragen der Kassenmitarbeiter zunächst in einer so genannten Sozialmedizinischen Fallberatung (SFB) geklärt werden sollen. Diese findet üblicherweise mit dem MDK-Gutachter in den Räumen der Krankenkasse statt. Sofern es sich um Fragen handelt, die nicht an Ort und Stelle geklärt werden können - zum Beispiel weil für die Beurteilung wichtige Unterlagen fehlen oder weil ein persönliches Gespräch mit dem Versicherten (körperliche Untersuchung) erforderlich ist - werden sie in einer ausführlicheren Begutachtung beim MDK bearbeitet. Die Begutachtung kann durch eine persönliche Einladung des Versicherten zum MDK oder durch eine Auswertung der vorliegenden Unterlagen (Aktenlagegutachten) erfolgen.

Über die versichertenbezogenen Fragen hinaus, können die Krankenkassen den MDK mit der Beratung in grundsätzlichen Fragen (Beratung) beauftragen. Tabelle 3 zeigt, wie häufig die Krankenkassen den MDK im Jahr 2014 bei versichertenbezogenen Fragen eingeschaltet haben. Tabelle 3a zeigt, welche Anlässe zu einer Sozialmedizinischen Fallberatung oder Begutachtung geführt haben.

Tabelle 3:
Versichertenbezogene Leistungen der MDK für die GKV im Jahr 2014
Leistung  Anzahl   
Sozialmedizinische Fallberatungen  3.606.566   
Begutachtungen  2.372.566   

 

Tabelle 3a:
Versichertenbezogene Beratungen und Begutachtungen der MDK für die GKV im Jahr 2014 nach Anlassgruppen
Anlassgruppe  Anzahl  in Prozent 
Krankenhausleistungen  2.533.239  42,4 
Arbeitsunfähigkeit  1.393.499  23,3 
Leistungen zur Vorsorge / Rehabilitation  884.442  14,8 
Ambulante Leistungen  434.946  7,3 
Hilfsmittel GKV  373.728  6,3 
Neue/unkonventionelle Untersuchungs-
und Behandlungsmethoden/ Arzneimittel 
138.921  2,3 
Zahnmedizin  28.645  0,5 
Ansprüche gegenüber/von Dritten  41.945  0,7 
Sonstige Anlässe  149.767  2,5 
Gesamt  5.979.132  100,0 

 

Leistungen der MDK für die Soziale Pflegeversicherung

Jeder Versicherte, der eine Leistung der Pflegeversicherung beantragt, muss vorher begutachtet werden. Für die Soziale (gesetzliche) Pflegeversicherung übernehmen die Medizinische Dienste diese Aufgabe. Konkret prüfen sie, ob und in welchem Maß ein Versicherter pflegebedürftig ist. Daten aus diesen Begutachtungen werden vom Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) in einer bundesweiten Statistik zusammengeführt. Seit dem Start der Pflegeversicherung im Jahr 1995 haben die Medizinischen Dienste über 28 Millionen Begutachtungen vorgenommen. Darüber hinaus führen die MDK im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen Qualitätsprüfungen bei ambulanten Pflegediensten und in Pflegeheimen (stationäre Pflege) durch.

Tabelle 4a zeigt, wie viele Pflegebegutachtungen die Medizinischen Dienste im Jahr 2014 durchgeführt haben und auf welche Pflegeleistung sie sich bezogen. Drei Viertel aller Begutachtungen betrafen Versicherte, die ambulante Pflege beantragt hatten bzw. ambulante Pflege erhielten.

Tabelle 4a:
Begutachtungen der MDK für die Soziale Pflegeversicherung im Jahr 2014
Beantragte Leistung  Anzahl  in Prozent 
Ambulante Pflege  1.194.458  78,5 
Vollstationäre Pflege  319.102  21,0 
Pflege in vollstationären Einrichtungen
der Behindertenhilfe 
7.887  0,5 
Gesamt  1.521.447  100,0 

 

Bei den Begutachtungen werden drei Arten unterschieden: Erstbegutachtungen, Änderungsbegutachtungen und Wiederholungsbegutachtungen. Zu den Erstbegutachtungen zählen alle Begutachtungen von Versicherten, die erstmals begutachtet werden und Begutachtungen von Antragstellern, bei denen in einer vorherigen Begutachtung keine Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde. Änderungsbegutachtungen sind Begutachtungen von Versicherten, die bereits eine Pflegestufe haben und bei ihrer Pflegekasse einen Antrag auf eine andere Pflegestufe gestellt haben. Wiederholungsbegutachtungen sind Begutachtungen, bei denen der MDK-Gutachter in einer vorherigen Begutachtung eine wiederholte Begutachtung zu einem späteren Zeitpunkt empfohlen hat,  weil es wahrscheinlich ist, dass sich die Pflegestufe in absehbarer Zeit verändern wird.

Tabelle 4b zeigt die Verteilung der Begutachtungen auf diese Begutachtungsarten.

Tabelle 4b:
Begutachtungen der MDK für die Soziale Pflegeversicherung im Jahr 2014 nach Begutachtungsarten
Begutachtungsart  Anzahl  in Prozent 
Erstgutachten  846.627  55,6 
Änderungsgutachten  535.032  33,6 
Wiederholungsgutachten  139.788  9,2 
Begutachtungen insgesamt  1.521.447  100,0 

 

Tabelle 5:
Ergebnisse von Erstbegutachtungen der MDK für die Soziale Pflegeversicherung im Jahr 2014 (in Prozent)
Ergebnis  Ambulante Pflege  Stationäre Pflege  Gesamt 
PEA unterhalb Pflegestufe I  8,3  5,5  8,0 
Pflegestufe I  49,1  47,2  48,9 
Pflegestufe II  11,4  28,0  13,3 
Pflegestufe III  2,5  7,7  3,1 
Nicht pflegebedürftig  28,6  11,6  26,7 

 

Pflegebericht des Medizinischen Dienstes

Der Pflege-bericht wertet die Daten aus den Pflegebegutachtungen der Medizinischen Dienste aus und wird vom Medizinischen Dienst des Spitzen-verbandes Bund der Krankenkassen (MDS) erstellt. Den jüngsten Pflegebericht können Sie hier als PDF-Datei downloaden.

» Pflegebericht des Medizinischen Dienstes 2011-2012 

Daten des Bundesministeriums für Gesundheit

Gesundheits-berichterstattung des Bundes

Informationen über die gesundheitliche Lage und gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in Deutschland. Gemeinsame Aufgabe des Robert-Koch-Institutes und des Statistischen Bundesamtes im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit. Ziel der Online-Datenbank ist es, Daten an zentraler Stelle zusammenzuführen.

» Link zur Gesund-heitsberichterstattung des Bundes

Daten des Statistischen Bundesamtes

Amtliche Statistiken zum Thema Gesundheit.

» zur Internetseite des Statistischen Bundesamtes


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