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MDK Forum 1/2013

Titelthema:
Zu Hause bis zuletzt:
Spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Viele Sterbenskranke wünschen sich, ihre letzten Tage zu Hause und in der Nähe ihrer Angehörigen verbringen zu können. Dank der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) ist dies möglich: Seit 2008 ist die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Verordnung von SAPV in Kraft und regelt die Betreuung der Patienten an ihrem Lebensende außerhalb einer Klinik.
Die entsprechende Begutachtung gehört zu den sensibelsten Aufgaben für die Gutachterinnen und Gutachter des MDK. Wenn der Antrag auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung gestellt wird, steht in der Regel die Symptomkontrolle im Mittelpunkt, insbesondere bei Schmerzproblemen oder Luftnot. Aber es geht auch darum, die Patientinnen und Patienten psychisch zu stabilisieren und die Angehörigen in dieser Phase zu unterstützen. Wie sich die Situation in diesem Begutachtungsfeld seither entwickelt hat, erklärt der leitende Arzt und stellvertretende Geschäftsführer des MDS Dr. Stefan Gronemeyer im Interview: „Hier sind Palliativkenntnisse und Empathie gefordert“.
Damit stellt die Palliativmedizin auch die Ärzte vor neue Herausforderungen. Befassen sie sich doch im Laufe ihres Medizinstudiums in erster Linie mit dem „Heilen“ von Krankheiten, so müssen sie sich nun nicht nur mit den Symptomen ihrer Patienten auseinandersetzen, sondern zusätzlich auch soziale und ethische Fragen bedenken und ihr Rollenbild als Arzt und Heiler reflektieren.
MDK Forum beschäftigt sich mit den Fragen rund um die SAPV und begleitet eine Ärztin aus dem Kinder-Palliativteam »Sternenboot« der Uniklinik Düsseldorf. Eine Woche bei einer 24-Stunden-Rufbereitschaft und dem Besuch zweier  todkranker Kinder zu Hause.
Autoren: Dr. Marc Meißner, Dr. Stephan Knoblich, Christiane Grote, Dr. Annegret Bellmann/Janine Poth-Schwindling, Friederike Geisler, Otmar Müller

Weitere Themen in dieser Ausgabe:

Gute Frage: Sollten Medizinstudenten am Seziertisch üben?
Der „Präparierkurs“ gehört zum Medizinstudium wie der weiße Kittel zum Arzt: Seit hunderten von Jahren üben angehende Ärzte zunächst an Leichen, bevor sie im Operationssaal ein Skalpell in die Hand nehmen. Für die meisten Ärzte und Lehrenden gilt der Präparierkurs als unverzichtbar. Professor Herbert Lippert, ehemaliger Direktor des Instituts für Funktionelle und Angewandte Anatomie der Medizinischen Hochschule Hannover, sieht das anders: Er hält den „Präp-Kurs“ für nicht mehr zeitgemäß. MDK Forum sprach mit ihm über seine Thesen.
Autoren: Dr. Uwe Sackmann und Martin Dutschek


Dringend gesucht: Unabhängige Hilfsmittelberatung
Gerissene Brustimplantate, aus denen technisches Silikon in den Körper entweicht. Hüftprothesen, die schon nach wenigen Jahren brechen. Stents in Hirngefäßen, die das Risiko für Schlaganfälle verdoppeln, statt es zu verringern. Im vergangenen Jahr sorgten einige Medizinprodukte für Negativschlagzeilen. Sie alle trugen das CE-Siegel – als Beleg dafür, dass sie nach dem Europäischen Konformitätsbewertungsverfahren als sicher eingestuft sind und für den europäischen Markt somit zugelassen. Welchen Beitrag die unabhängige Beratung und Begutachtung in der Versorgung mit Hilfsmitteln und Medizinprodukten leisten kann, um den Versicherten vor Schaden zu bewahren, diskutierten Experten und Betroffene auf dem Expertentag der SEG 5.
Autorin: Dina Koletzki de Salazar


Süchtig im Pflegeheim
Vier von fünf Pflegeeinrichtungen betreuen Senioren, die von Alkohol oder Medikamenten abhängig sind – das bedeutet: Suchtprobleme im Alter kommen in bis zu 80% aller Pflegeeinrichtungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine kleine Anfrage der spd-Fraktion von Juni 2012 hervor. Abhängig sind die meisten von Alkohol oder Medikamenten, der Anteil der Raucher nimmt dagegen mit steigendem Alter ab. Das Robert Koch-Institut ermittelte, dass 18% der Frauen und 28% der Männer ab 65 Jahren einen so hohen Alkoholkonsum haben, dass sie damit ihre Gesundheit gefährden. Dabei wird das Problem häufig verharmlost oder geleugnet – von den Pflegenden wie von den Betroffenen selbst. Experten sind alarmiert und fordern Maßnahmen, um Sucht im Heim besser zu erkennen und zu behandeln.
Autorin: Dr. Andrea Exler


Mutter- / Vater-Kind-Maßnahmen: Zeit für mich und Zeit für dich
Erschöpfung, Angststörung oder Depression. Oft ist es die psychische Kraft, die Mütter oder Väter verlässt und zu einer Mutter- / Vater-Kind-Maßnahme führt. Dem Forschungsverbund Familiengesundheit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zufolge hat das Thema »Müttergesundheit« nichts von seiner Aktualität verloren, wie der Forschungsreport 2011 zeigt. Und auch die Erfolge überzeugen: „Sechs Monate nach einer Maßnahme klagten beispielsweise nur noch 22% der Mütter über Rückenprobleme, während es vorher noch 60% waren. Viele kommen auch besser mit ihren Kindern zurecht. Das ist sicherlich den Erziehungsberatungen, Elterncoachings und Stressbewältigungsprogrammen zu verdanken, die viele Kurkliniken anbieten. Auch für die Kinder, die zu über 50% behandlungsbedürftig sind, gibt es spezielle Behandlungsangebote“, so Leiterin des Forschungsverbundes Friederike Otto.
Autorin: Dr. Martina Koesterke

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MDK Forum 1/2013

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